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19. Januar 2026

Veganuary Themenwoche 3: Vegane Helden im Rampenlicht - Natürliche Power für die Küche

Während Ersatzprodukte den Umstieg erleichtern, liegt die wahre Stärke einer pflanzenbasierten Ernährung in den natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln. Diese "veganen Helden" versorgen uns seit jeher mit Nährstoffen, Ballaststoffen und einem Höchstmaß an Geschmack.

Wir stellen die wichtigsten veganen Kraftpakete vor und klären, wie es um die Proteinversorgung steht – und welche Nährstoffe bei rein pflanzlicher Ernährung ergänzt werden sollten.

1. Die stillen Helden: Lebensmittel, die immer schon vegan waren

Die Basis einer gesunden, pflanzenbetonten Ernährung bilden Lebensmittel, die von Natur aus vegan und nährstoffreich sind:

1. Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen)

  • Warum sie Helden sind: Sie sind die Hauptproteinquelle in vielen Kulturen. Sie sind extrem reich an Ballaststoffen, die für eine gesunde Darmflora sorgen, und liefern wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Zink.
  • Küchentipp: Kichererbsen sind die Basis für Hummus; Linsen sind ideal für Dals und Eintöpfe.

2. Vollkornprodukte und Pseudogetreide (Hafer, Quinoa, Hirse)

  • Warum sie Helden sind: Sie bieten komplexe Kohlenhydrate (lang anhaltende Energie), wichtige B-Vitamine und Magnesium. Quinoa und Amaranth sind zudem vollständige Proteinquellen.
  • Küchentipp: Hafer nicht nur als Müsli, sondern auch für selbstgemachte Drinks oder als Bindemittel in Bratlingen verwenden.

3. Nüsse und Samen (Walnüsse, Leinsamen, Chiasamen)

  • Warum sie Helden sind: Sie sind unschlagbare Lieferanten für gesunde Fette. Besonders hervorzuheben sind Leinsamen und Chiasamen für Omega-3-Fettsäuren und Walnüsse.
  • Küchentipp: Eine kleine Handvoll Nüsse täglich liefert wertvolle Energie und gesättigte Fettsäuren.

4. Dunkelgrünes Gemüse (Spinat, Grünkohl, Brokkoli)

  • Warum sie Helden sind: Sie sind nährstoffdicht und versorgen uns mit Vitamin K, Folsäure und sekundären Pflanzenstoffen (Antioxidantien). Brokkoli liefert zudem beachtliche Mengen an pflanzlichem Calcium.

2. Können Veganer genügend Protein aufnehmen?

Dies ist die am häufigsten gestellte Frage zur pflanzlichen Ernährung – und die Antwort ist ein klares: Ja!

Die Sorge, zu wenig Protein aufzunehmen, ist bei einer abwechslungsreichen veganen Ernährung in der Regel unbegründet.

Proteinquellen und biologische Wertigkeit

  • Pflanzliches Protein: Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh, Seitan und Nüsse enthalten große Mengen an Protein.
  • Protein-Kombination: Während einzelne pflanzliche Lebensmittel oft nicht alle neun essenziellen Aminosäuren in idealer Menge enthalten, wird durch die Kombination von Lebensmittelgruppen (z.B. Getreide mit Hülsenfrüchten, wie Reis und Bohnen) ein vollständiges Aminosäureprofil erreicht. Der Körper speichert Aminosäuren und kombiniert sie im Laufe des Tages selbst.
  • Der Überfluss: Viele Studien zeigen, dass Veganer, die sich abwechslungsreich ernähren, ihre Proteinziele problemlos erreichen. Sportler können gezielt auf Seitan (reines Weizenprotein) oder Protein-Pulver aus Erbse oder Reis zurückgreifen, um ihren Bedarf zu decken.

3. Die Ausnahmen: Nährstoffe, die ergänzt werden müssen

Auch wenn die pflanzliche Küche ein Nährstoffparadies ist, gibt es einige Vitamine und Mineralstoffe, die in reiner veganer Form kaum oder gar nicht vorkommen und daher unbedingt supplementiert oder über angereicherte Lebensmittel zugeführt werden müssen.

Vitamin B12 – Der kritischste Nährstoff

  • Herausforderung: Vitamin B12 wird von Mikroorganismen (Bakterien) hergestellt, nicht von Pflanzen oder Tieren direkt. In unserer hygienischen Welt ist es in pflanzlichen Lebensmitteln nicht zuverlässig enthalten.
  • Empfehlung: Eine dauerhafte Supplementierung (Tabletten oder Tropfen) oder die regelmäßige Zufuhr von B12-angereicherten Lebensmitteln (z.B. Pflanzendrinks, Müsli) ist für Veganer unerlässlich, um Schäden am Nervensystem vorzubeugen.

Weitere kritische Nährstoffe (individuell prüfen)

Nährstoff

Funktion

Vorkommen in veganer Nahrung

Empfehlung

Vitamin D

Knochengesundheit, Immunsystem.

Sehr gering (Pilze), hauptsächlich Sonne.

Supplementierung in den sonnenarmen Monaten.

Jod

Schilddrüsenfunktion.

Jodiertes Speisesalz, Algen (Achtung, kann schwanken).

Jodiertes Salz verwenden oder Supplement.

Omega-3

Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse (ALA).

Gezielte Aufnahme von ALA oder Algenöl (enthält EPA/DHA) als Supplement.

Wichtig: Eine vegane Ernährung ist keine Garantie für Gesundheit. Wie jede Ernährungsform erfordert sie Wissen, Planung und gegebenenfalls Supplementierung, um langfristig vollwertig zu sein.