Zum Hauptinhalt springen

05. März 2026

Energiekrise im Gewächshaus: Warum Wintergemüse kein Schnäppchen mehr ist

Knackige Bio-Salate und frische Zucchini im tiefsten Winter? Was früher als Standard galt, wird heute zunehmend zum Luxusgut. Hohe Energiepreise und der Fokus auf Nachhaltigkeit verändern das Angebot in der kalten Jahreszeit grundlegend. Wir erklären die Hintergründe und warum das „Lagergemüse“ von Partnern wie Alexander Fuchs jetzt die klügere Wahl ist.

Der Preis der Wärme

Der Anbau von wärmeliebendem Gemüse (wie Tomaten, Gurken oder Salaten) in beheizten Gewächshäusern ist extrem energieintensiv. Angesichts gestiegener Energiekosten und CO2-Abgaben stehen viele Bio-Gärtnereien vor der Wahl: Hohe Preise an den Großhandel weitergeben oder die Produktion im Winter pausieren. 

  • Der CO2-Fußabdruck: Ein Kilo Gewächshaussalat im Winter kann einen bis zu 30-mal höheren CO2-Ausstoß verursachen als Freilandware im Sommer.
  • Import vs. Heimisch: Viele Betriebe weichen auf Importe aus dem Süden aus. Da die Nachfrage nach diesen Waren aber auch im Winter beständig bleibt, arbeiten wir auch mit Händlern wir Naturkost Schramm oder Naturkost Weber zusammen. Über sie beziehen wir Importware aus europäischen Nachbarstaaten wie Spanien oder Italien. 

Die Lösung: Die Renaissance des Lagergemüses

Bei EPOS Bio Partner setzen wir im Winter verstärkt auf das, was unsere Region von Natur aus bietet. 

Diese „Winter-Helden“ sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch preisstabil:

    1. Wurzelgemüse: Karotten, Pastinaken und Rote Bete sind ideale Sattmacher für Eintöpfe und Beilagen.
    2. Kohlsorten: Ob Wirsing oder Rotkohl - sie sind wahre Vitaminbomben, wenn frisches Obst knapp wird.
    3. Lager-Äpfel: Regional gelagerte Äpfel sind im Februar energetisch deutlich günstiger als Importware aus Übersee.
    4. Zuchtpilze wie z.B. die Kräuterseitlinge von Schlosspilze haben das ganze Jahr über Saison.

     

    Strategie für die Küche: Saisonalität kommunizieren

    Nutzen Sie die „Winterkarte“ als Statement. Wenn Sie Ihren Gästen erklären, warum jetzt würziges Röstgemüse auf dem Plan steht, schaffen Sie Akzeptanz für Qualität und Nachhaltigkeit.

    Mehr Bio. Mehr Region. Auch im Winter.

    Quellenangaben & weiterführende Informationen:

      1. Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL): (Details zu CO2-Bilanzen und Beheizung).
      2. Ökolandbau.de: Zu welcher Jahreszeit haben die unterschiedlichen Gemüsearten Saison?
      3. Verbraucherzentrale: Klimaschutz beim Essen und Einkaufen | Verbraucherzentrale.de
      4. Bild: Google Gemini